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Wachau bis Tulln

Spitz/Wachau:

Nach der Schleuse Melk erreichen wir endlich die Wachau. In Spitz versuchen wir bei der öffentlichen Lände am linken Ufer anzulegen. Unsere Gedanken sind bei Steinfeder, Federspiel und grünem Veltliner.

Aufgrund der ungünstigen Strömungsverhältnisse und dem Umstand, dass Max versucht, eine 1.000 kg-Zille mit dem Bootshaken in der rechten und einer Zigarette in der linken Hand festzuhalten, treiben wir vom Anlegesteg wieder ab. Der alte Johnson Außenbordmotor ist nach so langer Fahrt sehr heiß und springt deshalb nicht sofort an. Wir stoßen in Anwesenheit des Besitzers gegen eine sauteure Jacht. Dessen Zurufe höre ich Gott sei Dank nicht mehr, da ich mit dem Rudern beschäftigt bin, um nicht mit der Zille auf die Ufersteine zu stoßen. Max ist mit dem Rauchen beschäftigt.

Mit einem normalen Außenbord-Motor, wäre diese Situation auch kein Problem gewesen. Aber mit einem Motor, der nur mehr in Vollgasstellung läuft, ist jedes Anlegemanöver ein Abenteuer für sich.
Zu dieser angespannten Situation zwischen Max und mir, dem Durst, der langen Fahrt – wir waren schon 9 Std unterwegs – stellt sich nun bei Max noch ein gewisser Drang als zeitliches Problem dar. Max will meine Klokonstruktion (noch) nicht ausprobieren und ich will sicher nicht nochmals beim Anlegen gegen eine teure Jacht krachen. Ich fahre unter lautem Protest von Max weiter.

image773Max friert, hat Hunger, die Videokamera funktioniert nicht, und er versteht es überhaupt nicht (Banker), dass wir bei den öffentlichen Länden für die Berufsschifffahrt nicht anlegen dürfen. Er liest im Buch ‚Donau Handbuch 2’ klingende Namen wie Weißenkirchen, Dürnstein, usw vor und ist beleidigt, weil wir zu keinem Heurigen fahren (können).

Mir dauert die Fahrt ebenfalls bereits zu lange, aber in der Wachau anlegen ist sehr schwer bzw gibt es für Zillenfahrer keine ordentliche Anlegemöglichkeit.

Wir fahren deshalb in den Jachthafen Spitz ein, da Max bereits einen ‚sehr dicken Hals’ hat. Ich verstehe fasst, dass wir nicht sehr freundlich begrüßt werden, da wir nur zum Auftanken und zum Ablassen halt machen.

Bis jetzt hat der alte Johnson 75 Liter Superbenzin verbraucht.

Wir fahren weiter und finden erst gegen 21.00 Uhr, beim sogenannten ‚Hundsheimer Haufen’, bei km 2005 in einem Donau Altarm unseren Ankerplatz.

In diesem Altarm ankern viele Yachten. Wir werden von unseren Bootsnachbarn aufgrund unseres doch sehr eigentümlichen Erscheinungsbildes bis in die Nacht hinein ganz genau beobachtet. Und sie konnten uns lange zusehen, da es sehr lange dauerte, um in dem herrschenden Chaos an Bord zwei Schlafstellen freizubekommen.

Zu guter Letzt ankern wir genau im Revier einer riesengroßen Schwanenfamilie. Die Schwäne greifen uns von allen Seiten mit einem gefährlichen Pfauchen an. Und so müssen wir auch noch sämtliche Seitenplanen runterlassen, um endlich in Ruhe schlafen zu können.

image175Fazit des ersten Tages: zu lange Fahrt (über 100 km), Durst, Hunger, Videokamera kaputt, mühsames Aufbauen der Überdachung, zu viele Sachen an Bord, Radio bekam Wasser ab, kein grüner Veltliner und keine so gute Stimmung.

 

Sonntag, der 20.07.2003:

Wetter: sonnig, heiß, wolkenlos, windstill

Max und ich erwachen um 07.30 Uhr bei herrlichem Wetter. Die Schwäne sind alle fort, wir können sämtliche Seitenplanen wieder hinaufrollen und mit den Klettverschlüssen befestigen.

Max ist es nicht gewohnt, sich selbst zu waschen und das Bett zu machen und auf mein drängen, schneller zu sein, teilte er mir mit, dass Zeit auf dem Wasser eine andere Dimension hat. Ich bereue das Erstemal meinen Ausspruch zu Beginn unserer Reise.

Nach zwei Stunden schlichten, schlichten und wieder schlichten verlassen wir um 09.30 Uhr endlich den Hundsheimer Haufen. Es ist schon sehr heiß und der kühle Fahrtwind tut uns gut.
Krems:

Nach kurzer Fahrt erreichen wir um 10.00 Uhr bei km 1999 Krems. Hier ist einiges los. Wir legen bei der öffentlichen Lände am linken Ufer bei km 2001 fest. Die Strömungsgeschwindigkeit ist hier sehr gering und Max beherrscht in der Zwischenzeit das Festmachen, natürlich mit zwei Händen, schon perfekt.

image182Gleich nach dem Anlegesteg findet das Marillenfest statt. Wir nehmen vor einer Life-Band Platz und bestellen uns zum Frühstück ein Bier. Es spielt eine sehr gute slowakische Gruppe. Die beiden Sängerinnen schaffen es leider nur optisch uns zu begeistern.

image185Endlich bekommen wir unseren Wachauer Wein und Max lässt sich in seine Thermoskanne sogleich einen guten Tropfen einfüllen. Als Reiseproviant für später, wie er sagt.

image190Diese Sommerstimmung greift auch auf uns über und wir sind beide wieder glücklich vereint. Mir gefällt es hier so gut, dass ich Max den Vorschlag mache, heute gleich hier zu bleiben. Max ist jedoch nach reichlich Speis und Trank derart motiviert, dass er auf das Weiterfahren besteht. Er hat nämlich aufgrund seiner neuen Hochrechnung festgestellt, dass wir heute noch unbedingt die österreichisch-slowakische Grenze erreichen müssen. Und so füge ich mich und wir fahren um 13.30 Uhr von Krems wieder weiter.

Die vierte Schleuse – Altenwörth – km 1980:

Max und ich erreichen nach 1 ½ Stunden Fahrt um 15.00 Uhr das Kraftwerk Altenwörth. Vor dem Kraftwerk schließen wir unseren letzten Tank an. Wir haben somit 100 l Superbenzin verbraucht. Die nächste Tankstelle befindet sich in der Marina Tulln bei km 1962.

image699Unsere Schleusenzeit ist um 16.45 Uhr. Deshalb lassen wir uns treiben. Die Donau ist hier schon sehr breit. Hier sind viele Motoryachten unterwegs. Wir passen uns den örtlichen Gegebenheiten an und sind so wie alle anderen Motorbootfahrer nackt unterwegs.

Die Sonne scheint, es ist wolkenlos und heiß, wir trinken aus der Thermoskanne und treiben so dahin. Das Leben ist einfach schön. Da hier einfach zu viel Verkehr ist, können wir die Klokonstruktion nicht einsetzen. Deshalb hängen wir die Badeleiter ein und gehen in die sehr warmen Donau baden (ca 22 Grad Celsius).

Gegen 16.45 Uhr fahren wir gemeinsam mit 10 anderen Booten (Yachten ab 72.000,– Eur) in die Schleuse Altenwörth ein. Nur wir hängen auf der rechten Seite, nur wir haben keine HIFI-Anlage an Bord, nur wir haben keine nackten Frauen an Bord…….

image223Wir fahren weitere 15 km und weil es so schön ist (und das Frühstück sehr stark war) lassen wir uns vor Tulln ein bisschen treiben. Max macht einen Schönheitsschlaf und ich beobachte die Starkstromleitung. Ich bin derzeit sehr begeisterungsfähig und mir gefällt sogar das Singen der Starkstromleitung, welche bei km 1965 über die Donau führt. Ziemlich laut, ziemlich peitschend…..

Km 1962,43 – Yachthafen Tulln:

Max und ich fahren bei km 1962,43 in den Yachthafen Tulln ein. Wir können direkt vor dem Clubhaus auf dem Gästesteg festmachen.

Im Gasthaus der Clubanlage treffen wir sehr nette Leute. Es sind dies Regina und Sascha. Motorbootbesitzer und ‚alte’ Bratislava-Fahrer. Sascha erzählt uns von ‚Bodo’ im Hafen von Bratislava und von einem praktischen selbstsaugenden Benzin-Umfüllschlauch, den wir nur dort bekommen könnten. Es handelt sich dabei um einen Benzinschlauch mit einem Kugelventil, welches durch schütteln selbstständig den Benzin von dem einen in den anderen Behälter pumpen würde.

Diesen Schlauch muss ich unbedingt haben, da ich durch die Benzindämpfe, welche durch das Verschütten von Benzin beim Betanken in der Zille und den dabei entstandenen Gasen schon sehr benebelt war.

Sascha fährt mit Max in die Stadt, um eine neue digitale Videokamera zu kaufen. Die alte war kaputt und Max wollte unsere Reise unbedingt auf Film bringen. Filmen war ihm später sogar wichtiger, als bei sehr sehr brenzligen Situationen zuzugreifen. Und da wir diese Reise auch ohne sein Zugreifen überstanden haben, hat er so spannende Aufnahmen bekommen, die sonst nur mit Stuntmens möglich gewesen wären.

image486Max ist von Norbert, dem Wirt so begeistert, dass er ihn ständig küsst. Norbert schafft es trotzdem, dass er uns zwei riesengroße Portionen Sperrrips grillt. Die restlichen Gäste verhalten sich so, als ob Max einfach nicht da wäre. Das war eine Glanzleistung. Bootsbesitzer stehen einfach über den Dingen. Ich war sehr froh darüber und brachte Max nach dem Essen in die Zille. Er hat sich den Schlaf redlich verdient. Gurktaler makes love.

image485Ich habe den besten Platz. Ich sitze auf einem Barhocker neben Regina und Sascha, trinke Weißwein gespritzt und ich kann dabei Max schlafend in der Zille beobachten. Wenn es nur immer so friedlich wäre…….

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