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Fischamend bis zur österr.-slowak. Grenze

Dienstag, der 22. Juli 2003:

Wetter: nach Regen und Gewitter in der Nacht wieder sonnig und leicht bewölkt, leichte Abkühlung.

Ich staune nicht schlecht, als Max bereits um 08.13 Uhr am Ufer erscheint.  Ich koche das Erstemal Kaffe. Rechts von mir stehen Benzinkanister, links davon der Gaskocher. Mir ist nicht ganz wohl. Es wird mir wieder bewusst, dass die Zille um 2 m zu kurz ist.

Max teilt mir mit, dass er für seine Nacht 72 Euro bezahlt hat. Meine Nacht war kostenlos. Für das Taxi hat er  nochmals 15 Euro bezahlt. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Max war schon zweimal ‚gacken’,  1 mal brausen, blitzsauber und nach Rosenöl duftend.

Doch dieser für Max sehr angenehme und gewöhnte Zustand ändert sich schon sehr bald.


Wir haben nämlich ein gemeinsames Problem:

Unserer Zille steckt im Schlamm!!

Die Donau ging über Nacht wieder ein Stück zurück. Max und ich versuchen knietief im Schlamm versinkend, unsere festsitzende Zille aus dem Mündungsbereich wieder herauszubekommen.

Wir leisten mindestens 1 Stunde lang Schwerstarbeit und irgendwie verschwindet der Rosenduft von Max und er wird mir geruchsmäßig sehr ähnlich. Nach einer Stunde haben wir folgendes erreicht:

Die Zille ist wieder frei und Max ist wieder frei von Parfüm.

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Bei Wildungsmauer, km 1894 stellen wir fest, dass die Plane, die wir im vordern Bereich der Zille belassen haben, Wasser in die Zille ‚schöpft’. Um die Plane einzuholen, werfen wir den ersten Anker. Die Wirkung ist gleich null. Wir strömen auf eine Schotterbank zu.  Wir werfen den zweiten Anker bzw Sengel. Da sich die Wirkung nicht verbessert, werfen wir noch den dritten Anker. Wir hören das ‚Schleifen’ der Anker auf dem Grund  und nähern uns einer sehr breiten Schotterbank immer näher und näher. Direkt vor der Buhne fasst der Anker Grund und
wir bleiben zwar im Strudel aber immerhin vor der Schotterbank stehen.

Seit unserem Zwischenfall in Freudenau nimmt Max alle Gefahren viel besser wahr und ist der Meinung, dass diese Buhnen den Schiffsverkehr nur behindern und unsere schöne Geradeausfahrt beeinträchtigen. Aber selbst für eine Zille ist es derzeit besser, bei diesem extremen Niedrigwasser im betonnten Fahrwasser zu bleiben.

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Zufahrt zum Österreichischen Zoll:

Endlich erreichen wir bei km 1883,40 in Hainburg den österreichischen Zoll. Der überhitzte alte Johnsonmotor fährt leider nur mehr in Vollgasstellung. Dieser Umstand sieht natürlich für Außenstehende oder in diesem Fall für Zollbeamten etwas eigenartig aus, nämlich wenn jemand mit einer Zille Vollgas auf einen Anlegesteg oder in diesem Fall auf eine Zollstation zufährt, im letzten Moment den Motor abstellt und dann die darin befindlichen Zillenfahrer (bzw nur einer davon) kräftig in die Rudern greift um gerade noch am letzten Boller festzumachen. Aber auch dieses Manöver ist uns geglückt. Nach freundlicher Abfertigung geht’s weiter zum 3 km entfernten slowakischen Zoll am linken Ufer. Wir stellen uns geistig wieder auf unser Vollgasanlegeverfahren ein.

image466Vorbeifahrt am Slowakischen Zoll:

Wir erreichen bei der Marchmündung, km 1879,9 die slowakische Zollstation. Max und ich bereiten uns gerade auf unsere Vollgaslandung vor, als uns direkt vor der Zollstation der Benzin ausgeht und der Motor abstirbt. Somit ersparen wir uns zwar diese Art der Landung, aber die Zollstation erreichen wir nicht. Wir treiben weiter und beim slowakischen Zoll erscheinen immer mehr Zöllner die uns sehr genau beobachten. Die Zöllner sehen bereits etwas nervös aus, zudem winkt Ihnen Max auch noch zu. Ich muss erst einmal den  Ersatztank finden und diesen gemeinsam mit Max anschließen. Dies geht zwar rasch, aber es dauert nochmals eine kleine Ewigkeit bis der Motor anspringt und endlich wieder läuft. Wir führen nun den Zöllnern noch unsere Vollgaslandung vor, worauf Sie nur mehr den Kopf schütteln und uns zu verstehen geben, dass wir spätestens im Kanal vor Gabcikovo untergehen werden.

Ich kann den freundlichen Zöllnern diese Meinung zwar nicht verdenken, aber irgendwie schleicht sich bei mir ein ungutes Gefühl ein, denn auch Sascha vom Yachthafen Tulln hat uns vor dem Kanal von Gabcikovo gewarnt……

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