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Bratislava bis Nesmely in Ungarn

Mittwoch, der 23. Juli 2003:

Wetter um 04.30 Uhr: bewölkt, warm, windstill


Die Angst vor dem Schifffahrtskanal Gabcikovo:

Max und ich fahren heute bereits um 04.30 Uhr aus dem Yachthafen Bratislava in Richtung Gabcikovo. Wir wollen in der wellenarmen Zeit ohne viel Begegnungsverkehr den 38 km langen  Schifffahrtskanal bewältigen.

image374Die  Einfahrt in den Kanal ist zwar beeindruckend, da sich hier ein riesiger Staubereich von mindestens 2 km Breite gebildet hat, der Kanal selbst besteht jedoch nur aus nacktem, kahlen, hässlichen Beton.

image476Das Wasser ist stark verschmutzt und wir haben aufgrund der hohen Betonwanne keine Aussicht auf das umliegende Land. Diese Strecke wollen wir so schnell wie möglich hinter uns bringen.

image765Den Schleusenwärterturm von Gabcikovo sehen wir seit 2 Stunden am Horizont vor uns und doch erreichen wir erst nach 28 km um 08.40 Uhr die Schleuse Gabcikovo.

image480Wir machen an einer hohen Kaimauer fest und fühlen uns sehr klein. Gabcikovo ist die größte Schleuse mit 34 m Breite, 275 m Länge und einer Hubhöhe von 21,50 m. Die Wellen schaukeln uns bereits jetzt ordentlich hin und her.

Ich klettere über die Kaimauer zur Sprechanlage, um mich anzumelden. Es spricht jedoch niemand mit mir. Ich wähle die Telefonnummer 0709-94539 samt ungarischer Vorwahl aus dem Buch ‚Donau Handbuch Nr. 3’. Unter dieser Nummer kann ich ebenfalls niemand erreichen. Max und ich beschließen, ohne Anmeldung auf das grüne Einfahrtslicht zu warten.

Wellen:

Ich sehe, dass in der Schleuse zwei Passagierschiffe bergwärts geschleust werden.  Max ist irgendwie blass und er sagt mir, er will die Passagierschiffe lieber von der Kaimauer aus filmen und klettert hoch.

Um 10.00 Uhr fahren die zwei Schiffe aus der Schleuse. Ich habe vor der Schleuse festgemacht und erwarte die Wellen mit einem mulmigen Gefühl. Eigentlich werde ich auch ohne Schiffsverkehr von den normalen Wellen schon ordentlich durchgeschüttelt.

Die Angst war begründet. Die Schiffe verursachten Wellen von mindestens 1 ½ m Höhe, die bedrohlich aber unaufhaltsam auf mich zukommen. Einige Wellen schlagen teilweise über die Zille und reissen sogar eine Klampfe aus, mit der ich mich verzurrt habe. Ich kann nur mit äußerster Kraft die Zille an der Kaimauer halten. Mir kommt vor, als ob die Wellen mehrmals von allen Seiten mit gleicher Stärke wieder über mich hereinfallen.

Ich werde derart geschüttelt, dass durch das Scheuern des Zillenaufbaues an der Kaimauer sogar ein großes Loch in der Plane entsteht.

Max klettert wieder in die Zille, da wir grünes Einfahrtslicht erhalten. Trotz aller widrigen Umstände fahren wir wieder einmal mit Vollgas in die große Schleuse ein. Es herrscht auch hier ein ziemlicher Wellengang und wir haben Schwierigkeiten einen Schwimmpoller zu erreichen. Es kommt auch noch ein Schnellboot herein, dass uns noch ein paar Wellen beschert.

Die Schleusenkammer entleert sich sehr schnell und wir stellen fest, dass die Betonwände nicht dicht sind. An vielen Stellen tritt Wasser aus. Wir sind froh eine dichte Stelle erwischt zu haben und bemerken, dass uns sehr viele Menschen bei der Schleusung zusehen. Nachdem sich die Schleusentore öffnen, fährt das Schnellboot noch bei Rot aus der Schleusenkammer raus. Gott sei Dank springt diesmal unser Außenbordmotor gleich an und wir können dieser unheimlichen, großen, ziemlich unruhigen Schleusenkammer schnell entfliehen.

image482Nach der Schleuse staunen wir nicht schlecht. Die Betonwanne des Kanals ist hier zur Gänze mit Ufersteinen ausgelegt. Der Donaukanal sieht dadurch ein bisschen natürlicher aus. Uns begegnet kein einziges Boot mehr. Das Wetter ist ideal. Bei km 1799 legen wir auf einer herrlichen Schotterbank an, weil wir nachtanken müssen. Bei dieser Gelegenheit gebe ich der Donau den ausgesprochen sehr guten Karpfen, den ich am Vortrag bei Bodo gegessen habe, wieder zurück. Das Bord-WC funktioniert super.

image308Hier in Ungarn ist die Donau am schönsten. Riesige Feinschotterbänke, natürlicher Verlauf und sauberes Wasser. Das Wetter ist ideal: warm und windstill und der Benzinschlauch von Bodo funktioniert perfekt.

Grenzkontrolle Komarom:

Um 16.00 Uhr erreichen wir die ungarische Stadt Komarom. Wir legen am linken Ufer bei km 1767,82  bei der slowakische Zollgrenzstelle an, können jedoch keinen Zöllner erblicken. Deshalb gehen Max und ich mit den Schwimmwesten bekleidet bis zur Straßenkontrolle beim Brückenkopf und holen uns dort unseren Ausreisestempel. Sieht ziemlich lustig aus. Zwei Männer mit Schwimmwesten bei der normalen Fußgänger-Kontrollstelle.

Die ungarische Zollgrenzstelle befindet sich am rechten Ufer bei km 1767,85. Auch hier suche ich unter den vielen grauen Häusern die Zollstation. Die Zollbeamte sind sehr freundlich. Das Einklarieren geht relativ schnell und wir können um 16.30 Uhr wieder weiterfahren.

Nesmely:

Wir fahren heute ca 120 km und erreichen um 18.45 Uhr bei km 1746 Nesmely, wobei die Einfahrt in den wunderschönen Altarm bei km 1744 ist. Wir erreichen mit dem letzten Tropfen Benzin die Marina Eden Camping, wo wir sehr freundlich empfangen werden. Der Yachthafen ist inmitten einer gepflegten Campinganlage und gesteckt voll mit Niederländern.

image631Wir erfahren, dass Benzin von einer 20 km entfernten Tankstelle geholt werden muss, was aber kein Problem ist. Max und ich haben den ganzen Tag keinen Tropfen getrunken worauf wir uns in der äußerst gepflegten Anlage im Campingrestaurant vier Bier auf einmal bestellen, die uns der Kellner kopfschüttelnd bringt. Hier wird deutsch, englisch, niederländisch und ungarisch gesprochen. Die Speisekarte ist auch in Deutsch verfasst. Das Essen ist nicht nur sehr gut, sondern obendrein noch billig. (ungarische Fischsuppe, gebackene Hühnerflügel mit Pommes).

Max ist von der Anlage derart begeistert, dass er sich gleich wieder ein Zimmer nehmen will. Pech führ ihn. Es ist alles belegt. Wir gehen bereits um 22.00 Uhr schlafen, da wir in kürzester Zeit unseren Flüssigkeitshaushalt vom ganzen Tag wieder aufgefüllt haben.

Für diese Nacht bezahlen wir nur 6 Euro Hafengebühr.

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