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Dunaföldvar bis Grenzstelle Bezdan

Samstag, der 26. Juli 2003:

Wetter: stark bewölkt, warm, leicht windig.

image285Wir verlassen um 10.45 schweren Herzens Dunaföldvar. Vorher verkaufen wir noch unsere Lebensmittelvorräte samt Kochgeschirr an Christina aus Wien und Christina Fehervary, da wir seit Beginn unserer Reise nicht einmal selbst kochten. Diesen unnötigen, aber schweren Ballast ließen wir einfach hier. Wir hätten mit unseren Lebensmittelvorräten die ganze ehemalige DDSG-Flotte eine Woche lang verköstigen können.

Unser großer Tiefgang ist aber immer noch vorhanden, da wir von Dunaföldvar mit ca 130 Liter Benzin wegfahren.

Naturschutzgebiet Gemencer Wald:

Die nun folgende Landschaft ist wunderschön. Bei km 1499,50 zeichne ich mir in mein Donau Handbuch 3 eine neue Brücke ein, die in der Zwischenzeit dort errichtet worden ist. Bei km1497,20 mündet am rechten Ufer der Sio in die Duna ein. Der Sio lässt den Balaton abfließen. Wir befinden uns hier im Naturschutzgebiet ‚Gemencer Wald’, der von km 1497 bis 1468 reicht.

image724Bei km 1497 werden Max und ich mitten in der Donau von einem großen Einsatzboot mit der Aufschrift ‚Rendorsec’ kontrolliert. Wir sind durch ihre Wellen fast abgesoffen. Es handelt sich dabei um die ungarische Schifffahrtspolizei. Drei Uniformierte, zwei Männer eine Frau gaben uns zu verstehen, dass sie unsere Papiere sehen wollen. Wir weisen uns mit unseren Reisepässen und sämtlichen Bootspapieren aus. Da ich das Gefühl habe, dass es den Dreien irgendwie zu wenig ist, zeige ich ihnen auch noch meinen Dienstausweis der Gendarmerie in Scheckkartenformat und gebe ihnen zu verstehen, dass ich ein ‚Kollega’ bin. Jeder der drei Beamten dreht meinen Dienstausweis in alle Richtungen und sieht ihn sich von oben bis unten, verkehrt und verdreht an. Die Schifffahrtspolizisten diskutieren noch ziemlich lange in ungarisch und nach einiger Zeit bekommen wir alle Papiere zurück und erhielten dann per Handzeichen die Erlaubnis weiter zu fahren. Eine Konversation war weder in Englisch noch in Deutsch möglich.

Hier in Ungarn wimmelt es nur so von diesen Rendorsec Booten. Wir können nur hoffen, dass uns diese zillenversenkenden Riesenrendorsecboote nicht öfters kontrollieren werden.

image585Bei km 1495 begegnen wir seit ewig langer Zeit wieder einem großen Schubschiff. Wir bekommen ein paar große Wellen ab, der Picknickkorb fällt, einige Häferl zerbrechen und ein Stoßgebet wir wieder fällig. Ich möchte gar nicht daran denken, wie unsere Fahrt gewesen wäre, hätten wir Normalwasserstand gehabt. Wahrscheinlich wären wir gar nicht so weit gekommen.


Baja:

image046Max und ich erreichen um 16.30 Uhr Baja bei km 1479,55. Mein Bekannter Robert Wanger, ein ehemaliger DDSG-Kapitän und nun Hafenmeister im Ennshafen, sagte mir, dass ich auf jeden Fall in Baja Halt machen müsste.

image047Wir fahren deshalb den unscheinbaren Kanal ‚Kamaras-Duna’ am linken Ufer hinein, der nicht sehr tief aussieht. Ich habe Angst, dass die Schraube etwas abkriegt. Aber nach 20 Minuten langsamer Fahrt erreichen wir einen kleinen Hafen in einem geschützten Becken.

image049Die Marina ist rund um die Uhr bewacht. An einer Hochwassermarkierung können wir den Wasserstand vom Vorjahr sehen. Da sind mindestens 8 Meter unterschied.

image056Baja sieht aus wie ein südlicher Urlaubsort: Strandbars, Cafes, viele schöne Leute, Campingplatz, Strandbad an der Donau, in jedem zweiten Lokal Livemusik – einfach ein Traum. Ich bedanke mich per SMS bei Robert Wanger, denn in diesen unauffälligen Kanal wäre ich ohne seinem Tipp nie hineingefahren.

Max nützt die Gelegenheit und nimmt sich im Hotel Duna ein 3 Meter hohes Zimmer, bezahlt für die Nacht samt Frühstück 20 Euro und ist auch glücklich.

Wir essen gleich gegenüber dem Hafen auf einer Insel mit Livemusik im Lokal Verdio Vendeglö Hühnerfleisch paniert mit Bratkartoffel, dazu reichlich Bier, die Musik spielt Misty, Summertime……..Herz und Magen was willst du mehr.

Im Lokal Panzio-Vizafogo lernen wir dank der unkonventionellen Art von Max den Ungarn Kiss Zsolt und dessen Frau kennen. Er ist Besitzer der Fa PRYMOR-Kosmetik und vertreibt Artikeln wie Rabahne, Hugo Boss und Versace. Zufällig steht seine Yacht im Hafen von Baja neben unserer ‚Yacht’ bzw unserer schwimmfähigen Donaubefahrungsschale.

Kiss Zsolt gibt uns für die Weiterfahrt zwei Telefonnummern und Tipps für Apatin und Novi Sad. Es handelt sich dabei um Tankadressen bzw Anlegemöglichkeiten und Lokale. Die ungarische Gastfreundschaft ist erstaunlich. Kiss Zsolt bezahlt die Rechnung unseres gemeinsamen Trinkabends.

Max und ich zechen noch bis früh morgens und stellen nach einer Woche Fahrt folgendes fest:

630 km gefahren, 42 Std Fahrzeit, 645 Liter Benzin verbraucht, 19 l Öl gekauft (noch nicht alles verbraucht), 10 mal gestritten, 6 mal herrliches Wetter genossen, 4 x gefährliche Situationen erlebt, 1000 mal herrliche Gegend gesehen, 1000 Liter Wasser aus der Zille geschöpft, 2 mal Angst gehabt.


Sonntag, der 27. Juli 2003:

Wetter: sonnig, sehr heiß, wolkenlos, windstill


Baja:

Nach dem Aufstehen gehe ich im nahen Spar-Supermarkt einkaufen, der auch am Sonntag offen hat. Ich kaufe mir 6 Stück Filme. Ich habe bereits 190 Fotos verschossen. Da es in der Hafenanlage keine WC-und Waschanlagen gibt besuche ich eine öffentliche Toilette bei einem großen Marktgelände und wasche mich dort notdürftig.  Leider ist heute kein Markttag.

image305Ich bin erstaunt, dass Max so früh im Hafengelände auftaucht.  Wir frühstücken gemeinsam im Strandcafe Daniels, treffen bei der Abfahrt noch Hr. KISS und fahren um 11.00 Uhr aus dem bisher lebendigsten Ort Richtung Donau hinaus. Die Hafengebühr in Baja beträgt 1.900 Forint.  Unser nächstes Ziel ist Mohacs bei km 1447.


Mohacs:

Wir erreichen bei km 1447,10 um 13.15 Uhr nach einer Strecke von 32 km die Zoll- und Grenzstation Mohacs. Die Fahrt verläuft ohne Zwischenfälle. Es begegnete uns kein einziges Schiff. Die Donaustrände sehen hier aus wie am Meer in Italien. Kilometerlange Feinsandstrände. Traumhaft schön und unberührt.

image607In Mohacs legen wir am rechten Ufer an. Ich suche die Grenz- und Zollanlegestelle. Sie ist für mich nicht gleich ersichtlich. Ich suche längere Zeit, frage mich durch (hier spricht man Deutsch und Englisch) und stelle mich sicherheitshalber gleich als Kollege vor. Die Beamten sind sehr nett, trotzdem dauert die Passkontrolle 1 ½ Stunden, da ich drei Stationen durchmachen muss. Es sind dies die Schifffahrtsbehörde Rendorsec, die örtliche Polizei und der Zoll.

Ich werde von einem Zollbeamten in jedes Gebäude begleitet. Er erzählt mir, dass er jetzt 58 Jahre alt ist und bald in Pension gehen werde, da er sonst noch bis 62 Jahre dienen müsste. Er gibt mir Auskunft, dass die Donau 25 Grad warm ist und wir derzeit 35 Grad Lufttemperatur haben.

Max wartet die 1 ½ Std einstweilen in der Zille und dachte schon, dass ich verhaftet worden bin. Bei meinem Eintreffen ist er sichtlich erleichtert und wir legen um 14.45 Uhr in Mohacs wieder ab. Unser nächstes Ziel ist die Grenzkontrollstelle zu Serbien in Bezdan bei km 1425.

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