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1.) Bezdan bis Apatin

Serbien:

image583Wir fahren weiter auf einer der schönsten Donaustrecken, die es nur geben kann. Bei km 1433 erreichen wir serbisches Staatsgebiet. Um 16.15 Uhr legen  wir bei km 1425 am linken Ufer in Bezdan zwecks Einreisekontrolle an. Wir haben schon wieder den ganzen Tag nichts getrunken.

Grenzkontrollstelle Bezdan:

Die Einreisekontrolle dauert insgesamt weit über 2 Stunden und läuft in Ostblockmanier ab. Zuerst muss ich in einem ca einen halben Kilometer von der Anlegestelle entfernten verfallenen Ostblockhaus auf den Hafenkapitän warten. Er hat zwar nichts zu tun aber dafür hat er alle Zeit dieses Lebens. Endlich darf ich in das große Büro auf einem einfachen Stuhl hinter einem großen Schreibtisch vor dem Hafenkapitän (wo ist der Hafen?) Platz nehmen. Er sieht für sein Alter ziemlich gut aus, muskulös, gepflegt, trägt eine Wahnsinssuniform die als Christbaum hätte verwendet werden können. Ich glaube nicht, dass er jemals in seinem Leben gelacht hat. Nach und nach erscheinen in dem Büro noch Polizeibeamte und ein Zollbeamter. Niemand spricht Deutsch. Niemand spricht Englisch. Und ich spreche kein Serbisch. Endlich kommt ein Mann in Zivil zu uns, der mir in Englisch erklärt, dass er ein Verwalter für Schifffahrtsangelegenheiten sei und wir für die sichere Weiterfahrt in Serbien 55 Euro zu bezahlen haben. Ich weis zwar von Erkundigungen in Österreich, dass dies illegal ist. Aber, was tut man nicht alles für eine ‚sichere Weiterfahrt in Serbien’. Ich erhalte sogar mehrere Seiten Papier in kyrillisch ausgestellt und eine Bestätigung für die abgeknöpften 55 Euro. Diese Bestätigungen schreibt der Hafenkapitän übrigens in zehnfacher Ausfertigung mit Pauspapier und einer wirklich sehr alten mechanischen Schreibmaschine. Es dauert alles sehr lange. Endlich nach zwei Stunden Abfertigung will mir der Hafenkapitän noch um 5 Euro eine selbstgeschnitzte Holzzille verkaufen, deren Kauf ich wegen der vorhergenannten Abzockerei ablehne. Der Zivilmensch für Schifffahrtsangelegenheiten teilt mir noch mit, dass jetzt noch die Bootskontrolle vor Ort durchgeführt werden muss. Hätte ich doch dieses Scheiss-Holzzille gekauft. Es geht jedoch nur mehr der Zollbeamte mit, spricht mit mir kein Wort, versucht dies auch nicht mit nonverbaler Konversation. Als er unsere Zille sieht weis er sofort, dass hier nichts mehr zu holen ist. Er gibt uns das Zeichen für die Weiterfahrt. Das braucht er uns nicht Zweimal sagen.

Max erzählte mir, dass er in der Zwischenzeit von zwei Uniformierten in serbisch zu irgendetwas aufgefordert worden ist. Er glaube, entweder zum Mitkommen oder zum Wegfahren mit der Zille. Max hat sich durch Dummstellen erfolgreich dagegen gewehrt. (Nix verstehen).

Bootskontrolle:

Max und ich fahren nun in Serbien an sehr schönen Sandstränden an tausend Donau-Badegästen vorbei.

image044Die Sandbänke reichen bis weit in die Donaumitte hinein. Kurz nach der Grenzkontrollstelle Bezdan hält uns wieder ein Zollboot auf. Ich übergebe den beiden Beamten meine ‚Papiere für die sichere Fahrt in Serbien’, worauf wir nach kurzer freundlicher Abfertigung weiterfahren dürfen. Ich glaube spätestens hier wären die 55 Euro fällig gewesen.

image355Nach der Zollkontrolle legen wir an einer der zahlreichen Feinsandbänke an und springen in die 25 Grad warme und obendrei sehr saubere Donau. Die Wasser ist hier so sauber, dass wir uns mit Shampoo und Haarwaschmittel in der Donau sogar waschen können.

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Apatin:

image333Wir fahren in ruhigem Wasser weiter und erreichen in Serbien Apatin. Bei km 1401,50 fahren wir am linken Ufer in einen sehr seichten Nebenarm hinein.

image030Sämtliche schwimmenden Anlagen sitzen bereits auf Grund und unsere Schraube übt anstatt ihrer üblichen Funktion, die eines Pfluges aus. Gott sei Dank besteht der Grund hier nur aus weichen Schlamm. Wir ackern uns so bis zu einer Anlage mit dem Namen Besni Fok vor. Hier gefällt es mir sofort. Wir rufen ein paar Leuten, die auf der Schwimmanlage sitzen zu, ob wir hier anlegen dürfen und werden sogleich herzlich begrüßt.

image032Jovan Radac stellt sich vor und sagt auf Englisch  wir sollen in seine Zille umsteigen. Max meint, jetzt ist es aus mit uns. Ich sage, wir lassen uns darauf ein. Es steigt noch ein alter Fischer und ein Junge zu uns und wir fahren in der kleinen Motorzille in den Nebenarm hinein.

image033Es ist ein kleines Fischerdorf. Hier spielt sich alles auf dem Wasser ab. Nach ca 1 km legen wir bei einer Art schwimmendem Gasthaus an. An den Tischen sitzen nur Männer. Ich denke es sind alles Fischer. Wir werden herzlich begrüßt und der Wirt bringt laut Aussage von Jovan Radac das beste Bier der Welt. Es handelt sich dabei um ein Pils Apatinska Pivara und weiteren Sorten. Max und ich haben den ganzen Tag nichts getrunken und stürzen das Bier mit Freuden hinunter. Wir sind von jeder Sorte begeistert und machen uns deshalb sofort Freunde. So begnadete Biertrinker kommen den stolzen Bierbrauern aus Apatin gerade recht. Jovan Radac erklärt uns nämlich, dass dieses Bier hier in Apatin gebraut wird. Es ist die größte Bierbrauerei von Serbien-Montenegro.  Hier werden täglich drei Millionen Flaschen produziert.

Gastfreundschaft:

Wir trinken gemeinsam mit Jovan, dem Sohn der Anlage Besni Fok, dem Fischer und all den anderen freundlichen Gästen bis spät Abends das beste Bier der Welt. Jovan Radac spricht sehr gut Englisch und erzählt uns viel über Apatin. Hier gibt es eine Werft in der früher Seeschiffe bis zu 200 Meter gebaut wurden. Er arbeitet dort als Schiffsbauingenieur.

image341Abends gesellen sich noch Silvia und Milenko Vejin zu uns. Sie wohnen in Rottweil in Deutschland und sind gebürtige Apatiner. Sie machen zu Hause Urlaub und sprechen perfekt deutsch.

Silvia und Milenko Vejin laden uns zu einer Stadtbesichtigung ein. Wir (insbesonders Max) kommen dieser Einladung gerne nach. Beim Verabschieden sind unsere Gastgeber fast beleidigt, als wir unsere Konsumation bezahlen wollen. Alle sagen wir sind ihre Gäste. Das ist serbische Gastfreundschaft.

Besni Fok:

Jovan Radac fährt uns zur Steganlage Besni Fok zurück, wo wir uns mit Silvia und Milenko Vejin verabredet haben. Auf der Besni Fok lernen wir die Frau von Gles kennen. Gles ist der Besitzer von Besni Fok und dzt. nicht zu Hause.

image339Auch hier erfahren wir wahre Gastfreundschaft. Wir werden von Gles’s Frau sofort auf eine richtige Hauerjause eingeladen. Auch hier haben wir keine Chance, etwas zu bezahlen.

Apatin bei Nacht:

Wir fahren mit Silvia und Milenko Vejin in deren PKW Mitsubishi in die Stadt Apatin. Hier pulsiert das Leben. Auffallend viele schöne Leute. Hier haben alle Frauen große schlanke Beine. Wir besuchen drei Lokale und am Schluss eines direkt an der Donau. Überall Livemusik. Milenko bezahlt alles. Er wäre beleidigt gewesen, hätten wir auch nur einmal bezahlt, obwohl wir es wirklich mehrmals versucht haben. Milenko fährt uns wieder zur Steganlage zurück und er begleitet uns sogar noch zu Fuß das letzte Stück bis zu unserer Zille.

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